Virtualisierung

Proxmox vs. VMware: Was Virtualisierung für KMU 2026 kostet

Broadcom hat VMware auf Abos umgestellt, die Preise haben sich vervielfacht, und der Support für vSphere 8 endet im Oktober 2027. Viele KMU rechnen deshalb zum ersten Mal ernsthaft nach. Hier ist die Rechnung: was VMware 2026 kostet, was Proxmox kostet und wann sich der Wechsel lohnt. Alle Zahlen mit Quelle, Stand September 2026.

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Betrieb und Wiederherstellung zusammendenken.
  1. 01Betreiben
  2. 02Sichern
  3. 03Wiederherstellung prüfen
Prinzip: Serverbetrieb, getrennte Sicherung und ein geprüfter Weg zurück.

Warum das Thema 2026 auf dem Tisch liegt

Seit der Übernahme durch Broadcom Ende 2023 ist bei VMware kein Stein auf dem anderen geblieben: Kauflizenzen abgeschafft, Produkte zu großen Bündeln zusammengefasst, Preise drastisch erhöht. Gartner-Analyst Paul Delory bezifferte die typische Steigerung der Lizenzkosten im Mai 2026 auf 300 bis 400 Prozent. Mitglieder des europäischen Cloud-Verbands CISPE meldeten der EU-Kommission Erhöhungen von 800 bis 1.500 Prozent, und AT&T bezifferte die ihr angebotene Erhöhung in Gerichtsunterlagen auf 1.050 Prozent.

Für kleine und mittlere Unternehmen kommt ein hartes Datum hinzu: Der General Support für vSphere 8 endet am 11. Oktober 2027. vSphere 8 ist die letzte Version, die es noch als Kauflizenz gab, und auch die Einzel-Editionen vSphere Standard und Enterprise Plus sind auf Version 8 begrenzt. Wer heute vSphere Standard 8 nutzt, ob als Kauflizenz oder im Abo, muss bis dahin entscheiden: auf ein größeres VMware-Bündel wechseln, auf die angekündigte neue vSphere-Standard-Version setzen, deren Konditionen noch offen sind, ohne Support weiterfahren oder die Plattform wechseln.

Achtung: Ohne Support weiterzufahren bleibt nicht folgenlos

Seit Mai 2025 verschickt Broadcom Schreiben an Firmen, deren Supportvertrag für Kauflizenzen abgelaufen ist. Darin heißt es, wer nach dem Supportende veröffentlichte Patches, Fehlerbehebungen oder Updates einspiele, müsse mit einer Überprüfung rechnen. Ausgenommen sind laut den Schreiben Sicherheitspatches für Zero-Day-Lücken.

Das VMware-Lizenzmodell 2026 im Überblick

Seit dem 11. Dezember 2023 verkauft Broadcom keine VMware-Kauflizenzen mehr. Es gibt nur noch Abonnements, abgerechnet pro physischem CPU-Kern, mit einer Mindestabnahme von 16 Kernen pro CPU. Hat Ihr Prozessor nur 8 oder 12 Kerne, zahlen Sie trotzdem für 16. Lizenziert werden alle physischen Kerne aller CPUs eines Hosts. Eine öffentliche Preisliste von Broadcom gibt es nicht; die folgenden Preise stammen aus der Preisliste eines deutschen Softwarehändlers.

  • VMware vSphere Foundation (VVF): das kleinere Bündel für klassische Virtualisierung, mit 0,25 TiB vSAN-Kapazität pro Kern. Händler-Listenpreis im September 2026: netto 192,75 EUR pro Kern und Jahr. Die Verfügbarkeit ist eingeschränkt: Seit Dezember 2025 gibt es VVF laut Broadcom in einigen EMEA-Ländern nicht mehr, und laut Fachpresse geht es inzwischen fast nur noch an Kunden, die auch VCF kaufen.
  • VMware Cloud Foundation (VCF): das große Bündel inklusive NSX, Automatisierung und 1 TiB vSAN-Kapazität pro Kern. Händler-Listenpreis im September 2026: netto 362,24 EUR pro Kern und Jahr. VMware selbst nannte 2024 einen Listenpreis von 350 USD.
  • vSphere Standard und Enterprise Plus stehen weiter in der Produktliste, sind aber auf Version 8 Update 3 begrenzt; vSphere Standard kostet beim selben Händler netto 51,25 EUR pro Kern und Jahr. Die Funktionen von vSphere 9 gibt es ausschließlich in VVF und VCF. Anfang September 2026 hat Broadcom eine neue vSphere-Standard-Version angekündigt, Preis, Lizenzmodell und Funktionsumfang sind noch offen.

Broadcom und VMware: die Änderungen seit der Übernahme

ZeitpunktÄnderung
Dezember 2023Ende der Kauflizenzen: VMware nur noch im Abo, Abrechnung pro CPU-Kern
2024Produktportfolio auf wenige Bündel eingedampft, vor allem VVF und VCF; VMware nennt für VCF 350 USD pro Kern und Jahr
Oktober 2024VVF-Preiserhöhung um 11 Prozent, im Gegenzug mehr vSAN-Kapazität pro Kern
März/April 2025Laut Distributor sollte die Mindestbestellung ab 10. April 2025 von 16 auf 72 Kerne steigen, dazu ein Aufschlag für verspätete Verlängerungen; die 72 Kerne waren binnen rund zwei Wochen wieder vom Tisch
Mai 2025Schreiben an Kunden mit Kauflizenz ohne Supportvertrag
2025vSphere 9 erscheint nur in VVF 9 und VCF 9, vSphere Standard und Enterprise Plus bleiben auf Version 8U3 begrenzt
Dezember 2025VVF in einigen EMEA-Ländern nicht mehr erhältlich
Januar 2026Broadcom beendet das bisherige Partnerprogramm für VMware-Cloud-Anbieter, weiter geht es nur auf Einladung
September 2026Broadcom kündigt eine neue vSphere-Standard-Version an, Konditionen noch offen
11. Oktober 2027General Support für vSphere 8 endet (Technical Guidance bis 11. Oktober 2029)

Stand: September 2026. Grundlage: Broadcom (Blog, FAQ, Knowledge Base) und Fachpresse (heise, The Register, Network World, CRN); Quellen am Artikelende.

Achtung: Die 20-Prozent-Spätgebühr

Wer sein VMware-Abo verspätet verlängert, zahlt laut Distributor-Informationen vom März 2025 einen Aufschlag von 20 Prozent auf den Preis des ersten Abo-Jahres. Broadcom hat das nicht öffentlich dokumentiert, lassen Sie sich die Bedingungen im Angebot schriftlich bestätigen. Die Verlängerung auszusitzen ist als Verhandlungstaktik in jedem Fall riskant.

Noch tiefer einsteigen: Der Beitrag zu den VMware-Lizenzänderungen unter Broadcom erklärt Chronologie, Kern-Lizenzierung und die drei Optionen verlängern, verkleinern oder wechseln im Detail.

Was Proxmox VE kostet

Proxmox VE ist eine Virtualisierungsplattform des Wiener Herstellers Proxmox Server Solutions auf Debian-Basis, lizenziert als Open Source unter AGPLv3. Aktuell ist Version 9.2 vom 21. Mai 2026. Der entscheidende Unterschied zum VMware-Modell: Es gibt keine Funktions-Paywall. HA-Cluster, Live-Migration, ZFS, Ceph, Software-Defined Networking und die Backup-Integration sind in jeder Variante enthalten, auch ganz ohne Subscription.

Bezahlt wird bei Proxmox nicht für Funktionen, sondern für Stabilität und Support: Eine Subscription schaltet das Enterprise-Repository frei, das Proxmox für den produktiven Einsatz empfiehlt, und enthält ab der Stufe Basic Support-Tickets mit zugesicherter Reaktionszeit.

Proxmox VE Subscriptions, netto pro CPU-Sockel und Jahr

StufePreisEnthalten
Community120 EUREnterprise-Repository, Hilfe nur im Community-Forum; laut Hersteller für nicht produktive Umgebungen
Basic370 EUREnterprise-Repository, 3 Support-Tickets pro Jahr, Reaktion innerhalb eines Werktags
Standard550 EUREnterprise-Repository, 10 Tickets pro Jahr, 4 Stunden Reaktionszeit bei kritischen Anfragen
Premium1.100 EUREnterprise-Repository, unbegrenzte Tickets, 2 Stunden Reaktionszeit bei kritischen Anfragen

Stand: September 2026, Listenpreise von Proxmox Server Solutions; benötigt wird eine Subscription je belegtem CPU-Sockel. Ohne Subscription läuft Proxmox über das No-Subscription-Repository: legal und funktional vollwertig, laut Proxmox aber für Tests und nicht produktive Umgebungen gedacht.

Für Backups gibt es den Proxmox Backup Server mit Deduplizierung, inkrementellen Backups und Verifikation, ebenfalls Open Source. Subscriptions kosten pro Backup-Server und Jahr netto 560 EUR (Community, nicht für den produktiven Einsatz gedacht), 1.120 EUR (Basic), 2.240 EUR (Standard) oder 4.480 EUR (Premium), jeweils mit unbegrenztem Backup-Speicher und unbegrenzt vielen Clients.

Beispielrechnung: 3 Hosts mit 48 Kernen über 5 Jahre

Als Beispiel dient eine typische KMU-Umgebung: drei Hosts mit je einer CPU und 16 Kernen, zusammen 48 Kerne, Laufzeit fünf Jahre. Das entspricht genau dem VMware-Lizenzminimum pro CPU und ist eine realistische Größe für Umgebungen mit 20 bis 100 Mitarbeitern. Damit alle Beträge in Euro vergleichbar sind, rechne ich für VMware mit den Händler-Listenpreisen von oben.

Lizenzkosten im Vergleich: 3 Hosts, 48 Kerne

PlattformPro JahrÜber 5 Jahre
VMware Cloud Foundation, 362,24 EUR pro Kern17.388 EUR86.938 EUR
VMware vSphere Foundation, 192,75 EUR pro Kern, sofern angeboten9.252 EUR46.260 EUR
VMware vSphere Standard 8, 51,25 EUR pro Kern2.460 EURnicht planbar, Support endet im Oktober 2027
Proxmox VE Standard (3 Sockel) plus Backup Server Basic2.770 EUR13.850 EUR
Proxmox VE Basic (3 Sockel), Backup Server ohne Subscription1.110 EUR5.550 EUR

Stand: September 2026, alle Beträge netto und auf ganze Euro gerundet. VMware: Händler-Listenpreise aus der VMware-Preisliste von Software-Express (September 2026); Broadcom veröffentlicht keine Preisliste, andere Händler und Projektpreise können abweichen. Proxmox: Listenpreise von Proxmox Server Solutions. Annahme: 16-Kern-Minimum je CPU erfüllt.

Gegenüber VCF zahlt das Beispiel-KMU mit Proxmox Standard plus Backup Server Basic rund ein Sechstel. Gegen VVF bleibt ein Faktor von gut drei, sofern VVF überhaupt angeboten wird. Wichtig dabei: In der Proxmox-Zahl steckt das Backup-Produkt bereits drin, bei VMware kommt die Backup-Software noch obendrauf. vSphere Standard ist pro Jahr ähnlich günstig wie Proxmox, endet aber mit dem Support für Version 8 im Oktober 2027; ob und zu welchen Konditionen die angekündigte neue Standard-Version kommt, ist offen.

Versteckte Kosten auf beiden Seiten

Lizenzkosten sind nur ein Teil der Wahrheit. Wer wechselt, sollte diese Posten einplanen:

  • Migration: Die Umstellung kostet Arbeitszeit für Export, Import, Treiber und Tests je VM. Proxmox bringt seit Version 8.2 (April 2024) einen Import-Assistenten für ESXi mit, laut Proxmox getestet mit ESXi 6.5 bis 8.0, inklusive Live-Import, bei dem die VM bereits auf Proxmox läuft, während die virtuellen Festplatten im Hintergrund nachgeladen werden. Windows-VMs brauchen VirtIO-Treiber, VMs auf vSAN lassen sich nicht direkt importieren.
  • Backup: Veeam Backup & Replication unterstützt Proxmox VE seit Version 12.2 (August 2024) per Plug-in und seit Version 13 (September 2025) auch mit anwendungskonsistenten Backups von Windows- und Linux-VMs, etwa mit SQL Server, Oracle oder PostgreSQL. Version 13.1 (Juli 2026) ergänzt Replikation zwischen Proxmox-Hosts und Instant Recovery, Letzteres vorerst mit experimentellem Support. Lizenziert wird pro gesicherter VM über die Veeam Universal License. Alternativ übernimmt der Proxmox Backup Server.
  • Know-how und Support: VMware-Wissen ist am Markt breit vorhanden, Proxmox-Wissen wächst. Ohne eigenes Linux-Know-how ergänzt ein Dienstleister mit Proxmox-Erfahrung den Hersteller-Support. Das gehört in die Rechnung, kostet aber typischerweise einen Bruchteil der VMware-Differenz.
  • Prozesse: Monitoring, Dokumentation und Notfallpläne müssen einmal auf die neue Plattform angepasst werden.

Mit einem Wechsel wären Sie nicht allein: In einer Umfrage des Analystenhauses Virtified unter 450 VMware-Kunden aus 14 Ländern plant die Hälfte, die VMware-Nutzung bis 2028 zu reduzieren. Gartner erwartet, dass bis 2028 rund 35 Prozent der heutigen VMware-Workloads auf anderen Plattformen laufen. Auch große Namen arbeiten 2026 an ihrem Ausstieg: Die britische Supermarktkette Tesco rechnet laut Gerichtsunterlagen frühestens Ende 2027 mit dem vollständigen VMware-Ausstieg.

Wie der Umzug konkret abläuft, von der Bestandsaufnahme über den Import-Assistenten bis zu den typischen Stolpersteinen, zeigt Schritt für Schritt der Migrationsleitfaden von VMware zu Proxmox.

Wann VMware trotzdem die richtige Wahl bleibt

So deutlich die Kostenrechnung ausfällt, so ehrlich muss man die Gegenseite benennen. Gartner warnt, dass Abwanderer teils mit komplexerer und weniger leistungsfähiger Infrastruktur enden, denn einen Eins-zu-eins-Ersatz für das komplette VCF-Paket gibt es nicht. Bei VMware bleiben sollte, wer einen dieser Punkte bejaht:

  • Sie nutzen Funktionen, die Proxmox so nicht bietet, etwa vSAN in Stretched-Clustern, ausgereiftes DRS oder NSX-Netzwerkvirtualisierung.
  • Ihre Fachanwendungen sind nur für VMware zertifiziert oder der Softwarehersteller unterstützt keine andere Plattform.
  • Ihr Team und Ihre Prozesse sind tief auf vSphere eingespielt und die Lizenzkosten fallen im Gesamtbudget kaum ins Gewicht.
  • Sie stecken mitten in einem Hardware-Lebenszyklus, in dem ein Plattformwechsel gerade das größte Betriebsrisiko wäre.

In diesen Fällen ist die bessere Strategie meist: bei der Verlängerung früh und hart verhandeln, die lizenzierte Kernzahl sauber an den tatsächlichen Bedarf anpassen und den möglichen Wechsel für den nächsten Hardware-Zyklus vorbereiten.

Meine Einschätzung für KMU

Für die typische KMU-Umgebung mit zwei bis fünf Hosts, Standard-Workloads wie Windows- und Linux-VMs, Datei-, Anwendungs- und Datenbankservern und ohne vSAN- oder NSX-Abhängigkeiten ist Proxmox VE 2026 eine ausgereifte und wirtschaftlich sehr attraktive Alternative. Der Kostenunterschied ist kein Rundungsfehler, sondern im Beispiel rund Faktor sechs gegenüber VCF, und er fällt jedes Jahr aufs Neue an.

Genau diese Entscheidung begleite ich als Dienstleister für IT-Infrastruktur: von der Bestandsaufnahme über die Testmigration bis zum laufenden Betrieb mit Monitoring und Updates, wie ihn der Beitrag zu RMM und Managed IT beschreibt. Wichtig ist ein geordneter Zeitplan: Oktober 2027 ist nur noch gut ein Jahr entfernt, und Bestandsaufnahme, Tests und Migrationsfenster je Host brauchen Vorlauf. Wer erst im Sommer 2027 anfängt, verhandelt und migriert unter Zeitdruck.

  • Bestandsaufnahme: VMs, Abhängigkeiten, Storage, Backup-Kette und Lizenz-Stichtage erfassen.
  • Verlängerungstermin klären: Angebot früh anfordern, damit ein Aufschlag für verspätete Verlängerung gar nicht erst zum Thema wird.
  • Testcluster aufsetzen: eine unkritische VM mit dem Import-Assistenten umziehen, Backup und Restore durchspielen.
  • Migration planen: realistische Wartungsfenster je VM statt alles an einem Wochenende.

Häufige Fragen

Was kostet Proxmox VE pro Jahr?

Die Software selbst ist als Open Source kostenlos (AGPLv3). Subscriptions für das Enterprise-Repository und Support kosten pro CPU-Sockel und Jahr netto 120 EUR (Community, laut Hersteller nicht für den produktiven Einsatz gedacht), 370 EUR (Basic), 550 EUR (Standard) oder 1.100 EUR (Premium), Stand September 2026. Ein Cluster aus drei Hosts mit je einer CPU und Standard-Subscription liegt damit bei 1.650 EUR pro Jahr.

Ist Proxmox ohne Subscription im Unternehmen erlaubt?

Ja. Die AGPLv3-Lizenz erlaubt den produktiven Einsatz ohne Subscription, alle Funktionen sind enthalten. Sie nutzen dann das No-Subscription-Repository, das Proxmox selbst für Tests und nicht produktive Umgebungen vorsieht, und haben keinen Hersteller-Support. Für den produktiven Betrieb empfiehlt Proxmox das Enterprise-Repository mit einer Basic-, Standard- oder Premium-Subscription.

Wie viele Kerne muss ich bei VMware mindestens lizenzieren?

16 Kerne pro physischer CPU, auch wenn die CPU weniger Kerne hat. Lizenziert werden alle physischen Kerne aller CPUs eines Hosts. Die im März 2025 von einem Distributor gemeldete Mindestbestellung von 72 Kernen war nach breiter Kritik binnen rund zwei Wochen wieder vom Tisch.

Was passiert, wenn ich mein VMware-Abo nicht verlängere?

Anders als bei der alten Kauflizenz endet mit dem Abo auch das Nutzungsrecht. Technisch laufen gestartete VMs weiter, aber laut Broadcom lassen sich unter vSphere 8 ausgeschaltete VMs nicht mehr starten; unter vSphere 9 gilt eine Frist von 90 Tagen, danach trennen sich die Hosts von vCenter und neue Workloads starten nicht mehr. Bei verspäteter Verlängerung droht zudem ein Aufschlag. Wer aussteigen will, braucht deshalb einen Plan, bevor das Abo endet.

Funktioniert Veeam mit Proxmox?

Ja. Grundfunktionen gibt es über das Proxmox-Plug-in seit Veeam 12.2 (August 2024), anwendungskonsistente Backups von Windows- und Linux-VMs seit Version 13 (September 2025). Version 13.1 (Juli 2026) ergänzt Replikation zwischen Proxmox-Hosts und Instant Recovery, Letzteres vorerst mit experimentellem Support. Lizenziert wird pro gesicherter VM über die Veeam Universal License. Alternativ gibt es den Proxmox Backup Server als integrierte Lösung.

Wann lohnt sich der Wechsel zu Proxmox nicht?

Wenn Sie VCF-spezifische Funktionen wie vSAN-Stretched-Cluster oder NSX tatsächlich nutzen, Ihre Fachanwendungen nur für VMware zertifiziert sind oder ein Plattformwechsel mitten im Hardware-Lebenszyklus mehr Risiko als Ersparnis bringt. Dann ist hart verhandeln und den Wechsel für den nächsten Zyklus vorbereiten die bessere Strategie.

Quellen

Die Angaben entsprechen dem oben genannten Stand. Die Quellen sind zum Nachschlagen genannt; die Website verlinkt keine externen Seiten.

  1. Broadcom: VMware End Of Availability of Perpetual Licensing and SaaS Services, 22. Januar 2024
  2. Broadcom Knowledge Base: Counting Cores for VMware Cloud Foundation and vSphere Foundation and TiBs for vSAN (KB 313548), abgerufen am 22.09.2026
  3. Broadcom: vSphere with VCF 9.1: General FAQ, Mai 2026
  4. Broadcom Knowledge Base: Telco stack components EOGS & EOTS (KB 392942, Termine für vSphere/ESX 8.0), abgerufen am 22.09.2026
  5. Broadcom Knowledge Base: Impact of vCenter/ESXi license expiration (KB 391605), abgerufen am 22.09.2026
  6. Broadcom TechDocs: VMware Cloud Foundation 9.0: Licensing Overview, abgerufen am 22.09.2026
  7. Software-Express: VMware Preisliste September 2026, abgerufen am 22.09.2026
  8. The Next Platform: Cloud Foundation Updates Reflect The New VMware By Broadcom, 25. Juni 2024
  9. Westcon-Comstor Tech ConneX (nach CRN): Broadcom VMware Ups Minimum Core Purchase ‘Substantially,’ Levies Late Renewal Penalties, 28. März 2025
  10. heise online: VMware backs down: companies can continue to license 16 cores, 10. April 2025
  11. The Register: VMware lifts storage capacity, price, for vSphere Foundation, 31. Oktober 2024
  12. The Register: VMware kills vSphere Foundation in parts of EMEA, 11. Dezember 2025
  13. The Register: Broadcom ‘bulldozes’ VMware CSPs with March deadline, 31. Januar 2026
  14. The Register: VMware swings its focus back to low-end server virt, promises vSphere Standard upgrade, 2. September 2026
  15. The Register: VMware price hikes? 800-1,500%, claim Euro customers, 22. Mai 2025
  16. CIO Dive: AT&T claims it faced a tenfold VMware price hike under Broadcom, 1. Oktober 2024
  17. Network World: Broadcom allegedly sends demand letters to perpetual VMware license holders, 8. Mai 2025
  18. The Register: Quit VMware and you’ll emerge with more complex and less capable infrastructure, 12. Mai 2026
  19. The Register: Half of VMware users plan to reduce usage by 2028, 24. März 2026
  20. The Register: Tesco is sprinting to quit VMware and Broadcom despite rapid migration risks, 17. Juni 2026
  21. Proxmox Server Solutions: Pricing for Subscriptions Plans: Proxmox Virtual Environment, abgerufen am 22.09.2026
  22. Proxmox Server Solutions: Pricing for Subscriptions Plans: Proxmox Backup Server, abgerufen am 22.09.2026
  23. Proxmox Server Solutions: Proxmox Virtual Environment 9.2 with Dynamic Load Balancer released, 21. Mai 2026
  24. Proxmox Server Solutions: Proxmox Virtual Environment 8.2 with Import Wizard released, 24. April 2024
  25. Proxmox VE Wiki: Package Repositories, abgerufen am 22.09.2026
  26. Proxmox VE Wiki: Migrate to Proxmox VE, abgerufen am 22.09.2026
  27. Veeam Software: KB4706: Build Numbers and Versions of Veeam Plug-In for Proxmox VE, abgerufen am 22.09.2026
  28. Veeam Software: Proxmox VE Backup & Recovery, abgerufen am 22.09.2026
  29. Veeam Community Resource Hub: Veeam Backup & Replication 13.1, 30. Juli 2026
  30. Veeam R&D Forums: What’s the roadmap info for Proxmox’ Instant Recovery and Replication features, abgerufen am 22.09.2026
  31. Veeam Help Center: Veeam Plug-in for Proxmox VE: Licensing, abgerufen am 22.09.2026
  32. Veeam Help Center: Veeam Plug-in for Proxmox VE: Step 5a. Enable Application-Aware Processing, abgerufen am 22.09.2026

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